Onelinezeichnung Kirche

Vor Ort

Sie wollen als Dekanat, Gemeinde, Bildungseinrichtung unsere Demokratie stärken? Wunderbar! Hier bekommen Sie Materialien und Ideen. 

Politik bedeutet, Menschen zu zeigen, dass sie gesehen und gehört werden. In Zusammenarbeit mit einigen Dekan:innen und der Gruppe "Demokratiebildung" im EEB Bayern Netzwerk Pädagogik haben wir Bildungsformate entwickelt, die den Austausch ermöglichen und anregen. Das muss nicht nur in den Wochen vor der Wahl sein, sondern stärkt immer beide Seiten: die Politikschaffenden wie die Bürgerinnen und Bürger!

 

Für Dekanate

Zunächst ein herzliches "Danke" an alle Dekaninnen und Dekane, die uns mit Informationen einen Einblick in alle Kirchenkreise gewährten und die unsere Materialien bestellt und genutzt haben Bierdeckel

Für Bildungseinrichtungen

Einige Bildungseinrichtungen haben bereits signalisiert, dass sie in den Monaten vor den Kommunalwahlen verstärkt Veranstaltungen zum Thema Demokratie anbieten wollen.

Die Kampagne in den Gemeinden



Banner starkes Kreuz in Augsburg "Das Banner hängt an unserem Kirchturm über dem Kreuz der Aktion „Beherzt“." 
Pfarrer Schuster aus Fürstenried

"Zwischen unserer Geschäftsstelle als Evangelisches Bildungswerk Oberfranken-Mitte (2. Stock) und der EvangelischenAltes Haus in Bayreuth mit Fahne "Unser sarkes Kreuz für Demokratie" Familienbildungsstätte im 1. Stock hängt seit 18. Januar die Fahne. Dieses Gebäude ist nicht irgendeines, sondern hat eine belastete Geschichte: Die jüdischen Eigentümer, Herr und Frau Weinberger, des sog. „Storchenhaus“ wurde von der Naziherrschaft enteignet – und es der Kirche in einem zweifelhaften Tausch gegeben. Die Kirche gab es – trotz Bitten der Nachfahren im Jahr 1948 nicht zurück – man einigte sich auf einen Vergleich.

Herr und Frau Weinburger wurden 1942 in Theresienstadt ermordet. Das Mindeste, was wir heute als kirchliche Bildungseinrichtungen machen können, unserer Verantwortung für Demokratie und gegen jede extremistische Menschenfeindlichkeit gerecht zu werden. Diese Fahne ist auch ein Beitrag dazu." Martin Waßink aus Bayreuth

Am 13.01 organisierten ESG und KHG in Augsburg eine Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl mit Spitzen-Kandidat:innen aus Augsburg.Banner an der ESG Augbsurg

Herr Wittenberg, was versprachen Sie sich als Universitätsseelsorger davon?
Tobias Wittenberg: Eine Podiumsdiskussion in diesem Format findet vor jeder Wahl statt. Wenn ein Publikum nur aus jungen Erwachsenen auf Kandidierende trifft, dann hat das eine eigene, hilfreiche Dynamik. Wir hoffen, dass Politiker:innen sich dadurch ihrer Verantwortung für diese Generation bewusster werden. Und dass die Studierenden merken, dass ihre Fragen und eine überlegte Wahlentscheidung etwas bewirken können.

Wie politisch darf - oder muss? - Kirche Ihres Erachtens sein?Tobias Wittenberg: Weil wir als Kirche versuchen, Nächstenliebe immer neu durchzubuchstabieren, können wir gar nicht anders als politisch sein. Wichtig scheint mir, dass dieses Politisch-Sein nicht nur in Worten, sondern in gelebter Glaubwürdigkeit besteht und in einem Beitrag dazu, Menschen zu versöhnen. Nicht leicht. Hat ja aber keiner behauptet.

Nehmen Sie eine Veränderung bei politischem Engagement und politischer Informiertheit junger Menschen wahr?Tobias Wittenberg: Im Umfeld der ESG nehme ich ein vermutlich überdurchschnittliches Interesse für politische Themen und Bereitschaft zum Engagement war – quer durch die politischen Lager, übrigens. Eine Aussage zu „jungen Menschen“ im Allgemeinen kann ich nicht machen.

Welche Auswirkung haben nach Ihrer Beobachtung die Sozialen Medien?
Natürlich eine sehr große, die TikTok-Erfolge sowohl von AfD als auch von Linken erzählen ja davon. Ich selbst habe viele Informationen oder Anstöße, mich zu informieren, aus den sozialen Medien.

Foto Augsburger Studentengemeinde von Tobias Wittenberg

Evang.-Luth. Kirchengemeinde Haßfurt, Christuskirche und Gemeindehaus
Von Pfarrer Thomas Prusseit 

Die Fahnen und Banner mit dem "Starken Kreuz für Demokratie" hängen und wehen an über 140 Kirchen und Gemeindehäusern in ganz Bayern. Hier von die Bilder aus dem Kreuz+Quer-Haus der Kirche Erlangen, der Kirche in Plattling und der St. Anna Kirche Eckental-Forth.

Unser starkes KreuzUnser starkes KreuzUnser starkes Kreuz

Foto aus der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche Nürnberg,
aufgenommen während der Aktion MahlZeit in der ersten Februarwoche von
Daniel Szemerédy.
Ev. Gemeindehaus Neudrossenfeld. Foto von Pfr. Thomas Wolf.

 

 

 

 

 

 

 

Banner in Altdorf © Ursula Zeilinger

 

In St. Paulus, der ältesten Evangelischen Kirche Münchens, zeigt Pfarrerin Susanne Trimborn besonders gerne "Flagge für Demokratie": Seit eine Geschäftsstelle der AfD in die unmittelbare Nachbarschaft gezogen ist, finden hier regelmäßig Demonstrationen und Veranstaltungen zum Thema Demokratie statt. 

 

 

Bericht Der Bote über Pfarrer Thie mit Visual
Verwendung des Artikels mit freundlicher Genehmigung der Redaktion Der Bote für Nürnberg Land

„Bamberg spricht – hören Sie zu?!“

Besonderes Veranstaltungsformat zur OB-Wahl

Unter dem Leitgedanken „Demokratie beginnt mit Zuhören“ lud das Bamberger Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus am 24. Februar in der Kulturfabrik (KuFa) der Lebenshilfe Bamberg e. V. zu einer besonderen Veranstaltung im Vorfeld der OB-Wahl ein. Das Format drehte die gewohnte Perspektive um: Nicht die Kandidierenden sprachen – sie hörten zu.

Im Mittelpunkt des Abends standen die Anliegen und Fragen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen in Bamberg. Neben dem Bündnis selbst brachten die Lebenshilfe Bamberg e. V. die Perspektiven von Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen ein, der Migrantinnen- und Migrantenbeirat schilderte die Erfahrungen und Sorgen migrantisch gelesener Menschen, und auch junge Menschen formulierten ihre Erwartungen an die Stadtpolitik.

Ziel der Veranstaltung war es, den Kandidierenden für das Amt des Oberbürgermeisters beziehungsweise der Oberbürgermeisterin einen unmittelbaren Einblick in die Bedürfnisse, Herausforderungen und Erwartungen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen. Im Anschluss an die Impulse traten die Kandidierenden in wechselnden Gesprächsrunden in den direkten Dialog mit den Gruppen. Eine abschließende Podiumsrunde fasste zusammen, welche Anliegen gehört wurden und welche Impulse die Politikerinnen und Politiker für ihre mögliche Amtszeit mitnahmen. Weitere Informationen bei Bamberg bleibt bunt.

Die Lichterkette – Light Up für Frieden, Freiheit und Demokratie fand in Tutzing als großes Event am Freitag, den 27. Februar 2026 auf der Wiese vor dem Rathaus statt. Es planten die beiden Kirchen (Pfarrgemeinderat und KV) am Ort zusammen mit dem Rathaus und dem Gemeinderat.

  • Im Vorfeld der Veranstaltung wurden die Tutzinger Fenster mit Lichterketten und einem Statement gestaltet.
  • Am Donnerstag, den 19. Februar gab es um 19.00 Uhr einen Workshop im evangelischen Gemeindehaus: Licht gestalten – Schatten sehen, eine kreative Spurensuche zu Demokratie und Zusammenhalt. Das Ergebnis wurde am 27.2. auf der Kundgebung präsentiert.

Mit dabei waren die Vereine des Orte und alle Player vor Ort: Politische Akademie, Evangelische Akademie, Direktor Udo Hahn, alle Schulen vor Ort und Beate Frankenberger, Pfarrerin der Christuskirche Tutzing, die uns von der Aktion berichtete.